Ein unlauteres Spiel mit den Fakten

 

Dass zurzeit nicht alle Stellen im Grundschulbereich in Niedersachsen besetzt werden können, ist kein Geheimnis. Und obwohl es einen bundesweiten Mangel an Grundschulpädagogen gibt, sieht die CDU darin einen Beweis für die Unfähigkeit unserer letzten Landesregierung.

Dazu muss in Erinnerung gerufen werden, dass die schwarz-gelbe Vorgängerregierung in Niedersachsen mit dem damaligen Kultusminister Bernd Althusmann die Ausbildung für Grundschullehrer an den Hochschulen in Hannover und in Göttingen abgeschafft hat. Dadurch entstand längerfristig diese Lücke, weil die durchschnittliche Ausbildung etwa sechs Jahre dauert.

Durch diese Entscheidung der schwarz-gelben Vorgängerregierung ist der heutige Mangel von Lehrkräften an Grundschulen mit verursacht worden. Weiter ist der gegenwärtige Engpass in der Unterrichtsversorgung in Niedersachsen auch auf die anwachsende Zahl der neu einzuschulenden Kinder durch Zuzug und durch die Umsetzung der Inklusion zurückzuführen.

Unsere Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) verwies darauf, dass es kein rein niedersächsisches Problem ist, in allen Bundesländern fehlen derzeit Bewerber für das Grundschullehramt. In Niedersachsen sind ca. 170 Lehrer von Gymnasien an Grundschulen abgeordnet, das betrifft 48 Schulen. Es ist eine bewusste Irreführung der Bevölkerung und ein mehr als unlauterer Wahlkampf, diese Situation der letzten Landesregierung anzulasten.

Wolfgang Dorn