Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zu Gast in Isernhagen

 

Frau Karola Neu, Geschäftsführerin der Backstube Jasiek in Altwarmbüchen,
Ministerpräsident Stephan Weil und Landtagsabgeordneter Marco Brunotte

 

Seine Stationen in Altwarmbüchen waren die Bäckerei Jasiek und danach der Verein Caspo.

 

In der Backstube Jasiek wurden Stephan Weil, Marco Brunotte, Bürgermeister Philipp Neessen und die Mitarbeiter des NDR, der Presse und der SPD Isernhagen mit einem tollen Frühstück empfangen. Frau Karola Neu als Geschäftsführerin und ihre beiden Kinder, Frau Nadine Prokurat und Herr Frank Neu haben die Besucher sehr eindrucksvoll über ihren Betrieb informiert, in dem traditionelles Bäckerhandwerk bereits in der dritten Generation ausgeführt wird. Weil nutzte die Gelegenheit, auch den beiden Auszubildenden Amir Jeilami und Marie Poltrock bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Amir kommt aus Afghanistan und ist seit 2015 in Deutschland. Frank Neu ist mit seinen Auszubildenden sehr zufrieden. Stephan Weil berichtete über ein mehrtägiges eigenes Praktikum in einer Bäckerei im Landkreis Celle. Er absolviert solche Praktika regelmäßig, um unterschiedliche Berufe und Betriebe kennenzulernen.

Gleich neben der Bäckerei hat der Verein Caspo seine Türen geöffnet.

Mit einer Second-Hand-Boutique, einem Buchladen und einer Flüchtlingsberatung engagieren sich dort Ehrenamtliche für ein soziales Miteinander in Altwarmbüchen. Leiterin Katja Jellinek erklärte die Arbeit des Vereins. Das breite Angebot sei nur mit Hilfe der vielen Ehrenamtlichen möglich, da der Verein keine direkte Förderung bekommt. Nach einem Rundgang durch die unterschiedlichen Geschäftsräume des "kleinen sozialen Kaufhauses" und nach einem Blick ins Lager wollte Stephan Weil noch etwas über die Flüchtlingsberatung, die im Caspo angeboten wird, erfahren. Es kommen hauptsächlich Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, berichtete die Sozialwissenschaftlerin Christina Backen. Sie hilft den Menschen bei vielfältigen bürokratischen Angelegenheiten und sie hat ein offenes Ohr für Fragen aller Art. Dabei geht es sehr oft um Probleme bei der Wohnungssuche, da es nicht leicht ist, passende Unterkünfte zu finden.

Für das Helfernetzwerk Isernhagen waren Frau Dr. Schindewolf-Lensch und Philipp Neessen gekommen.

Die Problematik bei der Wohnungssuche für Geflüchtete ist auch Barbara Schindewolf-Lensch bekannt. Sie berichtet, daß immer noch viele Menschen eine Wohnung suchen. Das Helfernetzwerk benötigt dazu dringend die Hilfe der Politik. Für Stephan Weil sind diese Sorgen nichts Neues. Seine Stellungnahme dazu: Wir brauchen schlichtweg einen schnelleren Wohnungsbau. Zum Abschluss des Besuches bedankte er sich sehr herzlich bei allen Ehrenamtlichen.

Susanne Reich